Bonitätsauskunft Creditreform – (Was steckt dahinter?) 2012

Vor einem Mietvertragsabschluss kann man durch die Creditreform die Bonität des zukünftigen Mieters prüfen lassen, um das Risiko zu reduzieren, einen Mietausfall zu erleiden. Auch während des Mietverhältnisses kann der Vermieter die Creditreform Consumer Auskunft in Anspruch nehmen, nämlich dann, wenn Mietzahlungen ausbleiben. So kann der Vermieter wenigstens noch schnell reagieren. Der Vorteil dabei ist, dass die Creditreform über Zahlungsfähigkeit oder Zahlungsunfähigkeit des zukünftigen Mieters ausführlich informiert. Sie ist eine bekannte Wirtschaftsauskunftei, die in solchen Fällen Einblick in die finanziellen Verhältnisse von Firmen oder Privatpersonen bringt. Creditreform wurde im Jahre 1879 einstmals von 25 Gewerbetreibenden und Händlern gegründet. Inzwischen arbeitet die Firma international und setzt nicht nur im Namen von Firmen Forderungen durch sondern verfügt auch über eine Datenbank, die Informationen von Mietern speichert, so dass Vermieter nun die Möglichkeit bekommen, die Kreditwürdigkeit der zukünftigen Mieter überprüfen zu lassen. Dennoch wird geraten, vor Mietvertragabschluss diese Daten prüfen zulassen. Durch die Selbstauskunft, die jeder zukünftige Mieter ausgefüllt und unterschrieben an den Vermieter aushändigen sollte, hat der Vermieter später bei Problemen die Möglichkeit, vom Vertrag zurückzutreten, sollten die Auskünfte des Mieters falsch sein. So kann der Vermieter im Härtefall das Mietverhältnis aus Gründen von arglistiger Täuschung gegebenenfalls auch fristlos kündigen. Damit kann der Vermieter erstens größeren Schaden noch abwenden und wird auf diese Weise betrügerische Mieter schnell wieder los. Im Normalfall allerdings werden sich insolvente Mieter im Vorhinein aber schon von Anfang an weigern, eine Selbstauskunft vorzuzeigen und verzichten in diesem Falle lieber auf die Wohnung.