Beste Immobilienfinanzierung 2012

Was ist die beste Immobilienfinanzierung?

Die beste Immobilienfinanzierung ist nicht die Günstigste. Vielmehr müssen gute Zinsen und vertragliche Möglichkeiten vorhanden sein. Und auch die Art des Kredits ist ein wichtiges Kriterium, um die individuell beste Variante abzuschließen.

Der Effektivzins – Der wichtigste Wert

Um die beste Baufinanzierung zu ermitteln, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Ein wichtiges Kriterium ist der Effektivzins. Dieser Zins beschreibt, wie hoch der Zinssatz pro Jahr unter realen Bedingungen ist. Daher unterscheidet er sich grundsätzlich vom Nominalzins, der sich nur auf die benötigte Geldsumme bezieht. Beim Effektivzins werden allerdings noch weiteren Kosten aufgerechnet wie die Vermittlungsgebühr oder die Kosten für die Übertragung der Sicherheiten. Diese Kosten werden auf den Kredit aufgeschlagen und erhöhen daher die Darlehenssumme. Auf den Endbetrag – der weit höher liegt als der eigentliche Auszahlungsbetrag – wird dann der Nominalzins erhoben. Daher erhöht sich der effektive Jahreszins. Dieser ist somit entscheidend für die tatsächlichen monatlichen Raten.

Vertragliche Gestaltungen berücksichtigen

Zwischen den Banken unterscheiden sich die vertraglichen Möglichkeiten stark. Um die beste Immobilienfinanzierung auszuwählen, sollten daher verschiedene Punkte berücksichtigt werden. Ein sehr wichtiger Bestandteil der Verträge sollte die Möglichkeit der Sondertilgung sein. Dabei ist es unerheblich, ob die Tilgung am Jahresende oder monatlich durchgeführt werden kann. Durch die Zahlungen verkürzt sich die Laufzeit der Finanzierung, so dass hieraus ein Vorteil entsteht. Der Vertrag sollte hier auch festhalten, dass keine Sonderzahlungen verpflichtend erbracht werden müssen. Auch sollten keine Gebühren oder Strafzinsen für die Zahlungen anfallen. Gerade in diesem Punkt sind häufig Regelungen eingefügt, die kaum zu erkennen sind und eine starke Belastung darstellen können.

Ein weiterer Punkt ist die Absicherung des Kredits selbst. Viele Banken verlangen hierfür Sicherheiten, die weit über dem Wert der eigentlichen Immobilie liegen. Dies sollte auf keinen Fall erfolgen. Zur Absicherung sollte vielmehr die Immobilie selbst dienen, die dann mit einem Grundbucheintrag belegt wird. Der Kreditnehmer hat im Idealfall noch eine Eigenkapitalquote von 20 Prozent, wobei dies meistens nicht verpflichtend ist. Der ideale Kredit muss zugleich auch berücksichtigen, ob das Haus durch eigene Arbeit selbst aufgewertet wird. Dies sollte als Eigenkapital akzeptiert werden.

Verschiedene Varianten für verschiedene Lebenssituationen

Der beste Kredit kann nur durch individuelle Betrachtung ermittelt werden. Die Finanzierung über eine Bausparkasse eignet sich für Personen, die eine schnelle Tilgung bei niedrigen Zinsen erreichen möchten. In der Ansparphase werden staatliche Zuschüsse gegeben, die dann den Kreditbetrag nach unten korrigieren. Der Hauskredit ermöglicht allerdings niedrige monatliche Raten. Allerdings sind die Zinsen höher und die Tilgung recht niedrig. Daher ist die Laufzeit meistens weit über 30 Jahre angesiedelt. Durch die höheren Zinsen kann bei einer höheren Tilgung daher eine sehr hohe monatliche Belastung darstellen, die keine finanziellen Spielräume lässt. Für junge Personen lohnt sich daher eher der Abschluss eines Vertrags bei der Hausbank, der über eine lange Laufzeit verfügt. Personen über 40 Jahre, die ein gutes und sicheres Einkommen haben, sollten eher den Bausparkredit verwenden.