Eigenheim ohne Kapital / Eigenmittel 2012

Umso größer der Wunsch nach einem Eigenheim, desto kleiner ist meistens das Eigenkapital. Eine so große Investition ist zwar ohne Eigenmittel schwer vorstellbar, aber wer ein geregeltes Einkommen hat, kann auch ohne große Vorabzahlungen und Eigenkapital an das ersehnte Eigenheim kommen.
Dazu gibt es verschiedene Finanzierungslösungen:

Mit dem sogenannten Mietkauf eines Hauses, wohnt der potentielle Käufer die ersten Jahre auf „Miete“ in dem gewünschten Haus. Faktisch besteht diese Miete aus den zu zahlenden Zinsen und einem Tilgungssatz. Der Tilgungssatz bezieht sich auf den Kaufpreis des Hauses, der mit den monatlichen Mieten schon zum Teil abbezahlt wird. In dieser Zeit wird dem Mieter die Möglichkeit geboten Eigenkapital anzusammeln um am Ende einer festgelegten Frist, zum Beispiel nach 25 Jahren, die Restschulden in einer einzigen Zahlung zu tilgen.
Je nach Konditionen ist der Mietkauf ein gesundes Angebot, allerdings kann es durch aus sein, dass die monatlichen Zahlungen so hoch sind, dass während der ersten 25 Jahren wegen der Miete kaum Eigenkapital angelegt werden kann.

Die eher übliche Form der Baufinanzierung ist ein Bauspardarlehen. Meist muss ein solches mit einer Summe an Eigenkapital angezahlt werden, die ungefähr 40% der Gesamtsumme beträgt. In besonderen Fällen, kann man auch ein Bauspardarlehen ohne Eigenkapital abschließen. Allerdings sind da nicht nur die Laufzeiten länger, sondern auch die Zinsen höher. Hinzu kommt, dass das jeweilige Kreditinstitut natürlich eine Sicherheit für sein Darlehen verlangt und dafür Hypotheken aufnimmt, Risikolebensversicherungen pfändet oder auf anderen Wegen seine finanziellen Sicherheiten verlangt.

Eigenheim ohne Bank und ohne Makler 2012

In den meisten Fällen ist der Erwerb eines Eigenheims unmittelbar mit einem Makler und einem Kredit mit einer Bank verbunden. Vieles wird dadurch natürlich erleichtert, aber nichts ist umsonst. Wer sein Eigenheim ganz ohne Makler und Bank erstehen will, spart dabei einige Gebühren, die sonst an den Makler oder die Bank gehen würde.

Vermittlung und Suche von geeigneten Immobilien ist die Aufgabe eines Maklers. Dadurch wird dem Käufer zwar die aufwendige Suche erspart, nicht aber die umfangreiche Zahlung der Provision. Eine Immobilie ohne Makler kann man am einfachsten auf dafür angelegten Internetseiten finden, die Häuser und Wohnungen von Privat zu Privat vermitteln. Die Provision wird dadurch natürlich gespart, aber die jeweiligen Immobilien sind weder auf Qualität noch auf Preis geprüft, was sonst durch den Makler geschieht.

Um ohne eine Bank an die nötigen Mittel für das Eigenheim zu kommen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.
Eine Wohnungsbau e.G. zum Beispiel ist eine Genossenschaft, die ihren Mitgliedern mit Hilfe eines Eigenheimsparplan eine Immobilie ermöglicht. Jedes Mitglied zahlt Einlagen in die Genossenschaft und darf nach mindestens 2 Jahren einen Kaufwunsch anmelden, der daraufhin geprüft wird. Ist die Sparsumme erreicht, kauft die Genossenschaft die Wohnwünsche ihrer Mitglieder. Allerdings hält das Mitglied der Genossenschaft das Recht inne, diese Immobilie zum Kaufpreis der Genossenschaft zu erstehen, was im Grundbuch festgelegt fest gelegt wird. Die angesparte Summe bei der Genossenschaft wird verzinst und mit staatlichen Mitteln gefördert, so dass sie sogar auch eine Rendite abwirft.

Eigenheim Mietkauf – Konzept und Erfahrungen 2012

Wer nicht grade das große Los gezogen hat und das Eigenheim auf einen Schlag aus der eigenen Tasche bezahlen kann, der ist froh über jedes günstig klingende Angebot zur Finanzierung der Eigenheimzulage.
Neben etlichen Formen von Bauspardarlehen oder Krediten, gibt es nun schon seit einiger Zeit den Mietkauf, wobei es auch wieder unterschiedliche Modelle gibt.

Das Konzept für den Mietkauf ist im Prinzip recht simpel: Anstatt den Kaufpreis der Immobilie auf einen Schlag zu bezahlen, räumt man dem Käufer das Recht ein, den Gesamtbetrag innerhalb einer festgesetzten Frist abzuzahlen. Die monatlichen Zahlungen an den Verkäufer, die dann im Prinzip die Miete darstellen, setzen sich zusammen aus den Zinsen und der Tilgung der Gesamtsumme. Nach dem Verlauf von 10, 15 oder 20 Jahren, je nach Vereinbarung, sollte das Haus durch die monatlichen Mietzahlungen abbezahlt sein. Ist noch eine Restschuld vorhanden, muss diese nach Ablauf der festgesetzten Frist getilgt werden.

Die zweite Variante des Mietkaufs nennt sich Optionskauf. Der Begriff der Option stammt eigentlich aus der Wirtschaft und beschreibt das Recht, in der Zukunft etwas für einen bereits festgelegten Preis zu kaufen, der sich dann auch nicht mehr ändern darf.
Beim Optionskauf von Eigenheimen beginnt man ganz ähnlich wie beim Mietkauf mit der Zahlung der monatlichen Miete aus Zinsen und Tilgung. Allerdings ist der potentielle Käufer im Gegensatz zum Mietkauf am Ende der Frist nicht dazu verpflichtet das Haus ganz zu kaufen, sondern hat die Möglichkeit es in seinen Besitz übergehen zu lassen.

Das Angebot des Mietkaufs wird vor allem von Verkäufern und Maklern als besonders günstiges Angebot verkauft. Dabei sollte man sich zu aller erst darüber im Klaren sein, dass man genau wie bei anderen Finanzierungslösungen einen Kredit eingeht, der nicht ohne Zinsen abgeschlossen wird.
Der Unterschied ist nur der, dass kein Geldinstitut sondern der Verkäufer diesmal die Bank spielt. Die Vorteile eines Mietkaufvertrages liegen zum großen Teil auf der Seite des Verkäufers: Meist werden Immobilien mit überhöhtem Preis für den Mietkauf angeboten und so sind auch die Mietzahlungen überhöht, was den Mieter zum schnellen Kauf anregen soll. Für den Verkäufer besteht auf den ersten Blick das Risiko, dass der potentielle Käufer doch nicht den Kaufvertrag eingeht, letztendlich hat der Verkäufer dabei aber nichts verloren. Die Mietzahlungen hat er bereits erhalten und das Haus gehört noch immer ihm.
Mit den richtigen Konditionen, kann der Mietkauf ein ordentliches Angebot sein, aber die Bedingungen müssen in jedem Fall gründlich geprüft werden.