Zweitimmobilie Grundbuch 2012


Der Kauf einer Zweitimmobilie: Grundbuch dringend beachten

Das Grundbuch ist beim Kauf einer Zweitimmobilie das wichtigste Dokument. Es ist rechtlich verbindlich und gibt Aufschluss über die genauen Verhältnisse des Objekts. Jeder Käufer darf Einsicht nehmen. Eine genaue Begutachtung schützt vor unerwünschten Überraschungen.

Beim Kauf einer Zweitimmobilie immer das Grundbuch beachten

Bei einer Zweitimmobilie ist ein wichtiger Umstand, dass keine weitere Verpflichtungen auf den Käufer zukommen. Um einen Überblick über die genauen Verhältnisse zu erhalten, ist das Grundbuch ideal. Hierin sind alle relevanten Umstände zur Immobilie vermerkt. Zudem sind im Grundbuch auch die Rechte verzeichnet, die mit dem Kauf der Zweitimmobilie verbunden sind.

Das Dokument ist auf den zuständigen Amtsgerichten einsehbar. Hier bildet das Grundbuchamt eine eigene Abteilung. Grundsätzlich darf jeder Einsicht nehmen, der ein begründetes Interesse nachweisen kann. Soll das Objekt gekauft werden, dann liegt ein solches Interesse vor. Daher wird der Einblick problemlos ohne Einschränkungen gewährt. Alternativ besteht die Möglichkeit, die finanzierende Hausbank zu bitten, Einsicht in das Grundbuch zu nehmen. Hierbei bestehen zwei wesentliche Vorteile. Der erste Vorteil ist, dass bei einer Bank automatisch angenommen wird, dass ein berechtigtes Interesse besteht. Daher muss sie keine Nachweise darüber führen. Der zweite Vorteil besteht darin, dass das Institut direkt beurteilen kann, ob ein Risiko mit dem Objekt verbunden ist. Nimmt das Bankhaus Einsicht, dann steigt die Sicherheit für den Kauf der Zweitimmobilie.

Was kann beim Kauf der Zweitimmobilie aus dem Grundbuch entnommen werden?

Ein wichtiger Punkt, der vor dem Kauf bekannt sein muss, sind die Eigentumsverhältnisse. Gerade bei Erbgemeinschaften gehört die Immobilie zwei verschiedenen Personen. Beide sind für das Objekt verantwortlich und entscheiden gemeinsam über die Immobilie. Zugleich treten beide Personen füreinander ein. Wird eine Reparatur oder Sanierung fällig, müssen beide dafür haften. Allerdings kann es sein, dass die zweite Person die Kosten nicht zahlen kann. In diesem Fall muss die erste Person einspringen. Da ein Eigentümer im Rahmen der Erbgemeinschaft seinen Anteil einfach verkaufen kann, sollte beim Blick in das Grundbuch darauf geachtet werden, dass der Verkäufer tatsächlich Alleineigentümer ist.

Ein ähnliches Problem besteht, wenn eine weitere Person durch ein Testament den „Sitz“ im Objekt erhalten hat. Die Person kann nicht dazu gezwungen werden, das Objekt zu räumen. Dieser Umstand kann dazu führen, dass die Zweitimmobilie nutzlos wird.

Auf Altlasten und Rechte Dritter achten

Wichtig ist auch, dass die Zweitimmobilie frei von Lasten ist. Gerade wenn eine Hypothek noch nicht abgetragen wurde, kann die Bank noch im Grundbuch eingetragen sein. Gleiches gilt auch, wenn der Kredit getilgt wurde, die Bank allerdings noch immer im Grundbuch eingetragen ist. Ist dies der Fall, dann dient das Haus auch nach dem Verkauf noch immer als Sicherheit und ist daher pfändbar. Bedient der Vorbesitzer den Kredit nicht, dann kann die Bank von ihrem Recht Gebrauch machen und das Haus als Sicherheit einziehen. Dies bedeutet, dass solche Eintragungen vor dem Kauf gelöscht werden müssen.

Auch Durchgangsrechte für Dritte können gewährt werden. Daher sollte vor dem Kauf bekannt sein, ob ein Wegerecht vorhanden ist und wie genau dieses Recht gestaltet wurde. Gerade wenn der Dritte auch sein Fahrzeug durch das Grundstück bewegen darf, kann dies eine starke Einschränkung sein, da der Weg freigehalten werden muss.

Sind Eintragungen vorhanden, die nicht genau nachgewiesen werden können, geben die Mitarbeiter des Amts Auskunft über die Bedeutung. Alternativ kann der Grundbuchauszug auch von einem Notar oder Rechtsanwalt begutachtet werden. Für alle Eintragungen haftet nach dem Kauf der neue Besitzer, so dass keine gravierenden Eintragungen im Grundbuch vorhanden sein sollten.