Zweitimmobilie Griechenland 2012


Worauf beim Kauf einer Zweitimmobilie in Griechenland zu achten ist

Eine Zweitimmobilie in Griechenland kann eine gute Wertanlage oder ein Altersruhesitz sein. Beim Kauf ist allerdings auf die Besonderheiten des Landes sowie auf die vielfältigen Kosten zu achten, die beim Kauf eines Objekts anfallen.

Worauf muss beim Kauf einer Zweitimmobilie in Griechenland geachtet werden?

Soll eine Zweitimmobilie in Griechenland erworben werden, spielt zunächst die Auswahl eine wichtige Rolle. Soll eine Ferienimmobilie gekauft werden, herrschen in der Regel klare Eigentumsverhältnisse. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die rechtmäßigen Eigentümer nicht immer im Grundbuch vermerkt sind. Oftmals werden die Häuser vererbt, ohne dass dies in ein Grundbuch eingetragen wurde, da die Eigentumsverhältnisse den Anwohnern bekannt waren. Zugleich muss beachtet werden, dass die Zweitimmobilie über einen Wasseranschluss verfügen muss. Dies ist nicht bei jeder Immobilie gewährleistet, so dass hier Probleme auftreten können. Liegt die Immobilie auf einer Insel, dann besteht zudem die Möglichkeit, dass die Verkehrsmittel auf die Insel nicht ständig verfügbar sind. Daraus ergibt sich eine Einschränkung der Nutzung.

Soll eine Wohnung in der Stadt gekauft werden, dann ist darauf zu achten, dass in unmittelbarer Nähe keine Bauvorhaben realisiert werden. Gerade umfangreiche Baumaßnahmen können den Wert der Immobilie stark beeinträchtigen. Auch bei mehrgeschossigen Bauten ist auf solche Umstände zu achten. Üblich war, dass die Höhe der Gebäude amtlich festgelegt wurde. Diese Vorschrift kann sich ändern. Wurde das Wunschobjekt von drei Geschossen nachträglich auf fünf Etagen erhöht, dann erhöht sich zunächst der Wert der Immobilie. Werden weitere Gebäude aufgestockt, dann kann dadurch der Wert stark gemindert werden, da die Aussicht durch die Neubauten stark gestört wird. Dadurch kann ein Verlust entstehen, da der Wert danach niedriger liegt als beim Kauf.

Diese Risiken können minimiert werden, wenn ein Makler beauftragt wird, der die Verhältnisse kennt. Die Beauftragung ist zwar mündlich möglich. Dennoch sollte zur Sicherheit ein schriftlicher Vertrag zwischen Käufer und Makler geschlossen werden. Wie auch in Deutschland verlangen die griechischen Makler zwei Prozent des Kaufpreises. Der Vertrag sollte detaillierte Anweisungen bezüglich der Voraussetzungen der Wunschimmobilie enthalten. Auf diese Weise kann der Makler dann schadenersatzpflichtig gemacht werden, wenn die Vorgaben nicht eingehalten werden.

Gebühren und Kosten für den Erwerb einer Zweitimmobilie in Griechenland

Die Gebühren und Kosten können beim Kauf einer Zweitimmobilie in Griechenland stark schwanken. Über 40 verschiedene Steuern und Gebühren können beim Kauf anfallen. Welche Steuern und Gebühren anfallen, ist zunächst vom Standort des Objekts abhängig. Der Makler ist auch hierfür ein guter Ansprechpartner, da er die jeweiligen Verhältnisse kennt und daher die Kosten benennen kann.

Im Wesentlichen gibt es vier Kostenstellen, die allerdings an jedem Standort anfallen und die daher kalkulierbar sind. Die erste Steuer ist die Grunderwerbssteuer, wie sie auch in Deutschland verbreitet ist. Diese Steuer fällt nur an, wenn der Verkäufer des Objekts die Immobilie vor Januar 2006 erworben hat. Wurde das Objekt vom Verkäufer danach erworben, wird die Steuer vom nachfolgenden Käufer nicht mehr verlangt. Die Höhe der Grunderwerbssteuer beträgt je nach Immobilie sieben, neun oder elf Prozent. Grundlage ist allerdings nicht der Kaufpreis. Vielmehr dient der reale Wert der Immobilie als Berechnungsgrundlage.

Die Übertragungsgebühr fällt ebenfalls nur an, wenn der Verkäufer das Objekt vor dem 01.01.2006 erworben hat. Sie beträgt ein Prozent des Immobilienwerts.

Ein beträchtlicher Kostenpunkt ist die Steuer wegen automatischer Wertsteigerung, die in Deutschland nicht bekannt ist. Sie entfällt, wenn zwischen Kauf und Verkauf durch den Verkäufer mindestens 25 Jahre liegen. Hier gilt ebenfalls das Datum 01.01.2006. Wurde die Immobilie nach diesem Datum vom Verkäufer erworben, dann fällt die Steuer automatisch an. Grundlage ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Sie ist allerdings vom Verkäufer zu bezahlen. Die Höhe der Steuer kann bis zu 25 Prozent betragen.

Die Grundsteuer ist ein weiterer Kostenpunkt, der jährlich anfällt. Sie kann allerdings vernachlässigt werden und beträgt 0,1 Prozent des Immobilienwerts, mindestens jedoch einen Euro je Quadratmeter.

Wird die Zweitimmobilie in Griechenland vermietet, dann muss für die Mieteinnahme nochmals Einkommenssteuer abgeführt werden. Hiervon können dann allerdings Kosten abgezogen werden, die durch die Kommune erhoben werden.