Ein Haus richtig finanzieren – Tipps online

Es wird Ihnen niemand ein noch so gutes Gegenargument liefern können, wenn Sie der Ansicht sind, ein eigenes Haus ist die ideale Ergänzung zur privaten Altersvorsorge. Denn gerade wenn Sie in jungen Jahren den Kauf in Angriff nehmen können Sie Gewissheit haben, dass Sie die Kredite zu Beginn Ihrer Rente abgezahlt und somit ein schuldenfreies Haus haben. Bis dahin vergehen aber zuweilen 25 Jahre und mehr und da in einer solchen langen Zeit eine ganze Menge passieren kann – persönliches wie auch finanzielles – sollte zumindest das finanzielle Risiko soweit eingegrenzt werden, dass Sie Ihre Hausfinanzierung auf eine solide finanzielle Basis stellen wo vor allem sichergestellt ist, dass Sie die Raten auch dann noch zahlen können, wenn Sie für eine bestimmte Zeit nur noch Alleinverdiener sind, weil Sie Familienzuwachs bekommen haben oder weil ein Einkommen aufgrund von Arbeitslosigkeit wegfällt.
Insofern ist nicht nur die Zusammenstellung der Kredite wichtig sondern auch die Frage, ob und wie viel Eigenkapital Sie für die Finanzierung bereitstellen können. Die Banken erwarten, dass Sie für eine Hausfinanzierung mindestens 10 % der für die Finanzierung benötigten Summe aus eigenen Barmitteln beisteuern. Das ist ungefähr die Summe, die Sie für die so genannten Erwerbsnebenkosten aufbringen müssen.
Wie Sie Ihr Eigenkapital in die Hausfinanzierung einsetzen, ist letztlich aber auch davon abhängig, ob Sie das Geld auf Sparkonten angelegt oder als Guthaben bereits in einem Bausparvertrag eingezahlt haben. Ist dies der Fall, haben Sie mit einem solchen Vertrag einen optimalen Baustein für Ihre Hausfinanzierung. Denn trotz der aktuell niedrigen Zinsen für Immobilienkredite erfreut sich das Bausparen immer noch großer Beliebtheit. Denn neben diversen staatlichen Prämien können Sie auch die vermögenswirksamen Leistungen in den Vertrag einfließen lassen mit der Folge, dass Ihre eigene Sparrate sich dadurch reduziert. Außerdem können Sie nach Erreichen des Mindestbausparguthabens das Bauspardarlehen in Anspruch nehmen und das zu einem Zinssatz, der trotz der aktuell günstigen Zinsen immer noch günstig ist.
Aber ein Bausparvertrag ist nur ein Baustein, den Sie für Ihre Hausfinanzierung einsetzen können. Bei einer Immobilienfinanzierung kommt es vor allem darauf an, dass die Banken Rücksicht auf Ihre finanzielle, aber mehr noch auf Ihre persönliche Situation nehmen und die Verträge entsprechend darauf ausrichten.
Haben Sie nämlich bereits Kinder, so wäre es fahrlässig, die für Familien mit Kindern zur Verfügung stehenden zinslosen Förderdarlehen nicht in Anspruch zu nehmen.
Aber auch Darlehen z.B. der staatlichen KfW sollten ins Blickfeld genommen werden, da diese Ihnen eine zeitlich befristete Tilgungsaussetzung zu Beginn der Finanzierung bieten, was als Start in die Hausfinanzierung nicht das schlechteste ist.