Sicherungshypothek Zwangssicherungshypothek


Zwangssicherungshypothek ist ein anderer Name für die Zwangshypothek, die zu den Vollstreckungsmaßnahmen zählt. Der Antrag für die Eintragung einer Zwangssicherungshypothek kann sowohl beim zuständigen Gericht, wie auch  beim Grundbuchamt eingereicht werden. Die Entscheidung über die Eintragung wird vom Rechtspfleger getroffen, der in diesem Falle im Sinne des Gerichtes und nach den bestehenden Gesetzen handeln muss. Somit kann sich der Rechtspfleger bei der Entscheidung über die Zwangssicherungshypothek zu den Vollstreckungsorganen zählen. Die Zwangssicherungshypothek dient allerdings lediglich zu den Sicherheiten. Die Eintragung alleine bringt dem Gläubiger noch keine Forderungen.

 

Allerdings kann der Gläubiger, durch die eingetragenen Zwangssicherungshypothek weitere Vollstreckungsmaßnahmen beantragen, in der Regel schneller und ohne Umwege genehmigt werden. Zu diesen Vollstreckungsmaßnahmen zählen die Verpfändung und ebenso die Zwangsversteigerung. Entscheidend dabei ist, dass es sinnvoll ist, wenn sich der Gläubiger über den Schuldner informiert und einen kleinen Einblick in das Leben und Vermögen bekommt. Sollte weder eine Drittschuld bestehen, noch bewegliches Vermögen vorhanden sein, ist es unnötig, dass eine Verpfändung beantragt wird. Somit bleiben nach der Zwangssicherungshypothek nur noch die Zwangsversteigerung oder das weitere Abwarten, ob eine Reaktion beziehungsweise eine Zahlung durch den Schuldner vorgenommen wird. Auch wenn es sich anbietet, ist es dennoch unüblich, dass der Schuldner darauf aufmerksam gemacht wird, dass durch die eingetragene Zwangssicherungshypothek, die zu den Sicherungshypotheken zählt, eine Zwangsversteigerung vorgenommen werden kann. Mit dieser Mitteilung könnte eventuell der Schuldner auf die Dringlichkeit und Ernsthaftigkeit aufmerksam gemacht werden. Allerdings kann dieser zu Beginn des Zwangsversteigerungsverfahrens Widerspruch einlegen und sich dazu äußern. Zu einem Teil der Zahlung kommt es durch die gegebenen Möglichkeiten allemal.

Sicherungshypothek Zwangsversteigerungsverfahren


Das Zwangsversteigerungsverfahren ist im mehrere Schritte unterteilt. Um überhaupt das Verfahren in die Wege leiten zu können, muss ein Antrag eines Gläubigers gestellt werden. Es besteht nach der Antragsstellung die Möglichkeit für die Gläubiger, wie auch für den Schuldner, dass Rechtsmittel eingelegt werden. Die Einstellung des Verfahrens auf Antrag des Schuldners hat nur Erfolg, wenn er nachweisen kann, dass die Forderungen des Gläubigers innerhalb von sechs Monaten beglichen werden können, der den Antrag gestellt hat. Jeder Gläubiger, der im Grundbuch mit einer Sicherungshypothek vermerkt ist, hat die Möglichkeit, dass das Verfahren ausgesetzt wird, um Verhandlungen mit dem Schuldner außerhalb des Gerichtes zu führen. Für diese Antragsstellung müssen keine Fristen eingehalten werden und können zu jedem Zeitpunkt im laufenden Zwangsversteigerungsverfahren eingereicht werden.

 

Bevor der Versteigerungstermin im Zwangsversteigerungsverfahren angesetzt werden kann, muss der Verkehrswert des Objektes festgelegt werden. Auch wenn dies durch einen Rechtspfleger geschätzt werden kann, wird es vorgezogen, dass ein Sachverständiger für die Schätzung beauftragt wird. Dieses Gutachten kann von den Bietinteressenten eingesehen werden, wodurch sie sich ein besseres Bild von der Immobilie machen können. Ist der Wert festgelegt, kann der Termin für die Zwangsversteigerung bekannt gegeben werden. Am entsprechenden Termin haben die Interessenten mindestens eine halbe Stunde Zeit um ein Gebot abzugeben. Eine Höchstdauer für die Abgabe der Gebote wird allerdings nicht vorgeschrieben. Wie lange die Bietzeit ist kann durch den Rechtspfleger bestimmt werden. Das höchste Gebot innerhalb dieser Zeit wird als Meistgebot bezeichnet und bekommt den Zuschlag. Mit dem Erlös können die Gläubiger mit einer Sicherungshypothek bedient werden.

Sicherungshypothek Zwangshypothek


Die Zwangshypothek gehört zu den Maßnahmen, die bei einer Zwangsvollstreckung angeordnet werden können. Im Gegensatz zu einer regulären Sicherungshypothek, wird die Eintragung im Grundbuch nicht ausschließlich von den Mitarbeitern im Grundbuchamt vorgenommen, sondern wird zuerst durch ein Gericht angeordnet. Daher wird bei einer Zwangshypothek auch keine Kostenrechnung vom Grundbuchamt, sondern vom Gericht ausgestellt und zugesendet. Dabei wird, wie auch bei der einfachen Sicherungshypothek ein dinglicher Anspruch erhoben, der geltend gemacht werden kann, wenn die Forderungen, die auf Grund des Verkaufs einer Waren, durch das Erbringen einer Leistung oder das Leihen eines Geldes entstanden sind, nicht an den Gläubiger zurückbezahlt werden.

 

Die Gläubiger, die eine Zwangshypothek bei Gericht beantragen, sollten sich bewusst sein, dass sie nur durch die eingetragene Zwangshypothek, wie auch bei der Sicherungshypothek kein Geld bekommen. Allerdings können sie durch die Zwangshypothek auf einen guten Platz in der Rangliste der Gläubiger kommen, die wichtig ist, wenn es zu einem Verkauf oder einer Zwangsvollstreckung kommen sollte. Die beste Sicherheit, die durch die eingetragene Zwangshypothek dem Gläubiger gegeben wird, ist die Tatsache, dass kein Verkauf ohne das Wissen des Gläubigers und somit auch ohne die Zustimmung vorgenommen werden kann. Somit weiß der Gläubiger, dass der Schuldner einen größeren Geldbetrag erhält und diesen für die Schuldentilgung verwenden sollte, da ansonsten wiederum ein gerichtliches Verfahren eingeleitet werden kann.  Bei der Eintragung einer Zwangshypothek werden das Grundbuchamt und deren Mitarbeiter als Vollstreckungsorgan tätig, da der Rechtspfleger die endgültige Eintragung vornimmt. Eine Zwangshypothek kann nur bei bereits fälligen Forderungen beantragt werden. Eine Sicherungshypothek hingegen kann auch als Sicherheit im Vorfeld eingetragen werden.