Niedrigzinsphase 2010 im Vergleich zu 2012


Niedrigzinsphase 2010 auch heute noch spürbar – Für Anleger und Kreditnehmer

Die Zinsen sind seit Jahren günstig. Ausgelöst durch die vergangene Wirtschaftskrise überschattete die Niedrigzinsphase auch 2010 und ein Ende ist nicht in Sicht. Für Kreditnehmer ergeben sich daraus Vorteile. Für Anleger bedingen die niedrigen Zinsen allerdings auch ein Problem.

Hervorragende Aussichten für Investitionen

Die Niedrigzinsphase 2010 hält auch in der Gegenwart weiter an. Bedingt durch die starken Turbulenzen wurden bereits vor 2009 die Zinsen durch die Zentralbanken stark abgesenkt. Im Ergebnis sollten dadurch die Investitionen der Unternehmen gestärkt werden, so dass die Wirtschaft nicht in den Sog der Krise geriet. Von den niedrigen Zinsen profitierten auch die Kreditnehmer. Sie erhielten Zinssätze, die zu keinem Zeitpunkt ein so geringes Niveau aufwiesen.

Auch 2011 setzte sich der Trend fort und hält bisher ungebrochen an. Um Investitionen zu tätigen, ist diese Phase daher eine ideale Gelegenheit. Die günstigen Zinsen können auf viele Jahre festgeschrieben werden, so dass auch ein langfristig positiver Effekt erreicht werden kann. Ein Forwarddarlehen ist allerdings nicht notwendig. Es ist zu erwarten, dass das Niveau bedingt durch die derzeitige Krise im Euroraum auf niedrigem Niveau verbleibt.

Sinkende Zinsen auch für die Zukunft?

Die Niedrigzinsphase 2010 hat allerdings noch weitere Probleme verursacht, die vor allem die Sparer treffen. In fast allen Bereichen wurden die Zinsen abgesenkt. Dies gilt im Besonderen für Festgelder sowie Tagesgelder und Lebensversicherungen. Der Grund hierfür liegt darin begründet, dass die Entleihung auf dem Geldmarkt sehr günstig erfolgen konnte, so dass die Anlagebeträge privater Personen in den Hintergrund traten.

Auch die Lebensversicherungen waren davon betroffen. Sehr sichere Anlagen brachten plötzlich nur noch geringe Renditen. Die Versicherungen handeln mit diesen sicheren Anlagen, so dass ein wesentlich geringeres Niveau erreicht werden kann. Eine Möglichkeit, um noch gute Renditen zu erzielen, sind ausschließlich Anleihen risikoreicher Länder und ähnliche Anlageobjekte. Die Turbulenzen müssen daher vom Anleger mit einer Renditeschmälerung erkauft werden. Dies gilt nicht nur für die Anleger, die sichere Anlagen tätigen möchten. Vielmehr müssen diese Umstände auch von Anlegern hingenommen werden, die den Turbulenzen ausweichen wollen und die Gelder zwischenlagern.

Ein Trend, der sich auch in der nächsten Zukunft fortsetzen wird. Die Turbulenzen im Euroraum verlangen nach einem niedrigen Zinsniveau, um die Wirtschaft zu stützen. Eine Erhöhung würde derzeit zu einem Einbruch führen. Daher ist zu erwarten, dass die Probleme für die Anleger noch bis zur Lösung der allgemeinen Finanzschwierigkeiten anhalten werden.

Niedrigzinsphase 2009 im Vergleich zu 2012


Die Niedrigzinsphase 2009 – Auch heute noch aktuell

Die vergangene Wirtschaftskrise verursachte eine Spirale, die noch immer anhält. Die Notenbanken reagierten mit einer Zinssenkung auf historische Tiefststände auf die Problematik. Auch heute sind noch Probleme vorhanden, so dass sich die Niedrigzinsphase 2009 sicherlich noch in die Zukunft erstrecken wird.

Wie es zur Zinssenkung kam

Die Niedrigzinsphase 2009 entwickelte sich im Zuge der Wirtschaftskrise, die mit einem Zusammenbrechen der Immobilienmärkte begann. Damals hatte sich in den USA eine Immobilien-Blase gebildet. Bankhäuser schnürten schlecht abgesicherte Kredite zu Paketen und verkauften diese dann an andere Banken weiter. Die Kredite konnten nicht mehr bedient werden und die Ausfälle wurden immer größere. Durch die Freisetzung von Immobilien sank auf dem amerikanischen Markt der Wert von Immobilien. Die Kredite verfügten nun über noch weniger Werte, so dass immer mehr Kredite nicht mehr abgesichert waren. Daraus entwickelte sich eine Spirale, die zunächst die Banken betraf und danach auf die gesamte Wirtschaft übergriff. Auch in anderen Ländern waren die Auswirkungen zu spüren. Dies war dann ein Resultat des Ankaufs der Pakete. Diese verfügten nicht mehr über wirkliche Werte und rissen daher viele Banken – die mit diesen Papieren handelten – in den Abgrund. Daher wurden immer weniger Kredite von den Banken ausgegeben, so dass auch die Realwirtschaft betroffen war. Der Kreislauf wurde daher verstärkt.

Die Maßnahme der Währungshüter war die Senkung der Zinsen. Die Niedrigzinsphase 2009 hatte den Zweck, dass die Banken günstige Gelder beschaffen konnten, die dann an Kreditnehmer weitergegeben werden konnten. Die Zinsen sollten daher von Unternehmen investiert werden, so dass der Zusammenbruch der Wirtschaft gestoppt werden sollte. Eine Hoffnung, die nicht eintrat. Die Banken waren mit der Vergabe von Krediten sehr zurückhaltend. Und selbst die Banken untereinander trauten sich nicht mehr, so dass sich die Probleme weiter verstärkten. In der Hoffnung, die Probleme lösen sich auf, wurden die niedrigen Zinsen beibehalten.

Im weiteren Verlauf wurde die Wirtschaft dann langsam wieder angekurbelt und frisches Geld wurde in den Markt geschwemmt.

Die Niedrigzinsphase 2009 – Auch heute noch eine gute Gelegenheit für Darlehen

Die Niedrigzinsphase 2009 ist auch heute noch aktuell. Die Zentralbanken befürchten, dass eine Erhöhung der Zinsen ein erlahmen der Wirtschaft auslösen könnte. Daher werden die Zinsen auch heute noch niedrig gehalten. Problematisch ist hierbei, dass die Inflation teilweise leicht über die Warnschwelle liegt – bisher ohne ernste Auswirkungen.

Anleger können von den niedrigen Zinsen nach wie vor profitieren. Die Banken locken derzeit mit niedrigen Zinsen, so dass ein Modernisierungsdarlehen oder ein Baukredit sehr günstig erhalten werden kann. Die Aufschläge können mit einer langen Zinsbindungsfrist versehen werden, so dass über Jahre hinaus eine Sicherung der guten Konditionen möglich ist. Derzeit lohnt sich daher auch ein Forwarddarlehen. Diese werden für Investitionen in der Zukunft vergeben. Die Gelder werden bereitgestellt und erst in einigen Monaten verwendet.

Ob sich ein Forwarddarlehen derzeit lohnt, sei dahingestellt. Bedingt durch die finanziellen Schwierigkeiten einiger Euroländer, wird sich die Niedrigzinsphase 2009 sicherlich noch über einige Jahre erstrecken. Eine Erhöhung der Leitzinsen würde derzeit zu einer verminderten Investitionssumme führen, so dass die Bedrängnis der betroffenen Länder sicherlich noch zunehmen würde.

Niedrigzinsphase Anleihe 2012


Niedrigzinsphase – Anleihen

Festverzinsliche Wertpapiere gelten, im Gegensatz zu Aktien, als sichere Geldanlage mit geringem Risiko. Der Anleger erhält für den festgelegten Zeitraum einen für den Gesamtzeitraum gültigen Zinssatz und eine Garantie, dass am Ende der Laufzeit die Rückzahlung zu 100% erfolgt. Allerdings ist auch bei dieser Anlageform nicht alles Gold, was glänzt. Benötigt man das Geld vor Ablauf des festgelegten Datums, muss man mit nicht unerheblichen Abschlägen rechnen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, den voraussichtlichen Schuldner genau zu überprüfen, schließlich kann jeder Bäcker Anleihen herausgeben. Aber welche Anleihen existieren am Markt zu welchen Konditionen? Wie viel Rendite kann man in Niedrigzinsphasen mit Anleihen erwirtschaften?

Sicherheit hat ihren Preis

High-Yield-Bonds werden von Profis als Hochzinsanleihen eingestuft. Dabei handelt es sich um festverzinsliche Wertpapiere, die von den Ratingagenturen mit BB+ oder schlechter eingestuft werden. Diese Anleihen werden üblicherweise von Schwellenländern mit geringer oder fragwürdiger Kreditfähigkeit herausgegeben. Auch Firmen, die wegen ihrer geringen Kreditwürdigkeit relativ hohe Zinsen zahlen müssen, bieten solche Anleihen an. Der Herausgeber versucht, das hohe Ausfallrisiko der Rück- oder Zinszahlung mit einer hohen Zinszahlung auszugleichen.
Eine Sonderform der High-Yield-Bonds sind die Junk-Bonds, auch Ramsch- oder Schrott-Anleihen genannt. Die Herausgeber derartiger Anleihen befinden sich bereits in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Hier bieten die Emittenten sehr hohe Zinssätze, um das Ausfallrisiko zu kompensieren.

Die Überraschungs-Anleihe kann durchaus ein Gewinner sein

Die Niedrig-Coupon-Anleihen, auch Low-Coupon-Anleihen genannt, sind Papiere, bei denen die Verzinsung sehr niedrig liegt und die gleichzeitig weit unter dem Nennwert von 100 Prozent gehandelt werden. Dabei spielt es keine Rolle, um welchen Anleihe-Typ es sich handelt. Low-Cupon-Anleihen findet man in allen Bereichen, ebenso bei Unternehmensanleihen, wie auch bei Pfandbriefen. Sie wurden meist während einer Niedrigzinsphase auf den Markt gebracht. Nach Ende der Niedrigzinsphase fielen dann die Anleihekurse, folglich notieren die Anleihen unterhalb von 100% Nennwert, auch “unter pari” genannt.
Bei inflationsindexierten Anleihen handelt es sich um festverzinsliche Wertpapiere, bei denen dem Gläubiger eine feste und reale Rendite zugesagt wird, lediglich die Höhe ist zu Beginn der Laufzeit nicht bekannt. Diese Höhe von Zins und Rückzahlung ist von der Entwicklung der Inflation abhängig und wird beispielsweise im Euro-Raum anhand des Verbraucherpreis-Index ermittelt. Sobald der zugrundeliegende Index steigt, wird der Nennwert der Anleihe durch den Emittenten in gleichem Umfang erhöht. Der Couponzins bezieht sich ab diesem Moment bei allen folgenden Zinszahlungen auf den neuen, erhöhten Nennwert. Bei diesen Anleihen ist nicht nur die Tilgung, sondern auch der Zins gegen Kaufkraftverlust abgesichert. Derartige inflationsindexierte Anleihen werden fast nur von Staaten oder staatlich garantierten Unternehmen herausgegeben.

Damit ist wieder einmal bewiesen, dass auch am Geldmarkt nichts verschenkt wird. In Niedrigzinsphasen kann man meist nur mit erhöhtem Risiko hohe Zinsgewinne erwirtschaften. Wobei das Risiko darin besteht, dass Sie die erhöhten Zinsen genauso wenig sehen, wie Sie Ihre Einlage wiedersehen.

Niedrigzinsphase Baufinanzierung 2012


Niedrigzinsphase – Baufinanzierung

In Niedrigzinsphasen sind Bauherren, die auf der Suche nach dem Traumhaus noch nicht fündig geworden sind, meist nervös. Die Kosten für Immobilienkredite am Markt sind günstig, der Finanzkrise sei Dank. In vielen Gemeinden und Städten kann man interessante Schnäppchen machen. Zwangsversteigerungen werden immer häufiger, Käufer befinden sich in einer äußerst komfortablen Situation. Darüber hinaus ist der Bauzins meist sehr niedrig. Finanzierungen auf diesem günstigen Niveau halten sich meist nicht sehr lange, das ahnen die zukünftigen Hausbesitzer, wobei die Ahnungen meist berechtigt sind. “Wenn nicht jetzt, wann dann?” ist die logische Frage.

Sicherheit hat ihren Preis

Optimal wäre es, wenn der Käufer sich sicher sein könnte, dass die jetzt geltenden günstigen Zinssätze über die gesamte Darlehenszeit gültig bleiben. Das ist allerdings eher ein Wunschtraum. Das normalerweise abzuschließende Annuitätendarlehen gilt regelmäßig zu den aktuellen und günstigen Konditionen nur für höchstens 15 Jahre. Wie es nach den 15 Jahren weitergeht, ist nicht vorhersehbar. Daher bieten Banken den sicherheitsbewussten Bauherren oder Immobilienkäufern häufig vorfinanzierte Bausparverträge an. Das ist eine Kombination aus Bausparvertrag und Darlehen, mit dem Darlehensbetrag erfolgt eine Vorfinanzierung der Bausparsumme. Der Vorteil an diesem System ist, dass von Beginn an der Zinssatz sowohl für das Bauspardarlehen als auch für das Hypothekendarlehen garantiert wird, egal, auf welcher Höhe sich die Hypothekenzinsen in 15 Jahren bewegen werden.

Kombimodelle sollten genau überprüft werden

In Niedrigzinsphasen werden diese Kombimodelle für Zinssätze von unter 5% angeboten, das anschließende Bauspardarlehen ist meist noch günstiger. Die Branche spricht von einem Sorglospaket, wenn das Ganze dann noch mit Wohn-Riester verknüpft wird. Eine Aussage, die Finanzanalysten und Verbraucherschützer so nicht unterschreiben würden. Sie argumentieren, dass die meisten Angaben zu Zinsen und tatsächlichen Kreditkosten von den Banken nicht richtig wieder gegeben werden. Selbst bei höheren Zinsen in 15 Jahren sei das Annuitätendarlehen mit der Schuldtilgung ab dem ersten Tag in der Regel günstiger und empfehlen einen genauen Vergleich vor Vertragsabschluss.
Bevor man also die Kombivariante unterschreibt, ist es ratsam, bei verschiedenen Banken für Annuitätendarlehen mit langen Zinsfestschreibungen die Konditionen einzuholen und zu vergleichen. Das sollte einfach und schnell gelingen, unabhängige Experten helfen auf Wunsch, die Angebote zu prüfen. Auf jeden Fall sollte ein Interessent sich bemühen, den Bankberater auf die Konditionen festzunageln und einen aussagekräftigen Vergleich einfordern. Aber Achtung, diese Vergleiche sind nur dann wirklich aussagekräftig, wenn die Rate des Annuitätendarlehens auf dem gleichen Niveau ist, wie die Bauspar- und Darlehensrate aus dem Kombimodell. Dabei sollten Sie als Kunde auch nicht die Frage nach dem Gesamteffektivzins des Kombimodells scheuen. Nur wenn Sie diese Daten auf korrekt ermittelten Basiswerten erhalten, ist der Vergleich wirklich aussagekräftig.

Niedrigzinsphase Geldanlage 2012


Niedrigzinsphase – Geldanlage

Es ist zum Verzweifeln! Da hat man mal etwas Geld für die hohe Kante – und dann gibt es keine nennenswerte Verzinsung bei der Anlage. In Niedrigzinsphasen bringen Bundesanleihen nicht mehr Zinsen wie auch Fest- und Tagesgeldanlagen. Höhere Renditen sind nur möglich, wenn man auf Anleihen von anderen Staaten oder Unternehmer- und Bankanleihen ausweicht. Eine derartige Anlage muss nicht zwangsläufig ein höheres Risiko darstellen, obwohl die Erträge erheblich höher ausfallen.

Nicht nur Deutschland ist ein sicherer Schuldner

Neben Deutschland existieren in Europa und der Eurozone durchaus weitere Staaten mit solider Einstufung. Auch sie begeben Anleihen, um ihre Verbindlichkeiten abzulösen oder Defizite zu finanzieren. Einer der sichersten Schuldner weltweit ist Deutschland, aber auch Österreich wird beispielsweise von den Ratingagenturen mit “AAA” und damit dem bestmöglichen Rating bewertet. Anleihen aus Österreich bieten einen Renditeaufschlag von bis zu 40% gegenüber Deutschland. Noch komfortabler ist die Situation bei Anleihen aus Belgien, hier werden bis zu 90% mehr geboten. Und mit “AA” ist das Land ebenfalls durchaus gut eingestuft.

Dagegen werden die Konsolidierungsbemühungen der französischen Wirtschaft als schlecht beurteilt. Ein Hinweis darauf, dass man von französischen Anleihen eher Abstand nehmen sollte. Nicht viel anders sieht es bei Staatsanleihen von Irland, Spanien und Portugal aus. Dass man über Griechenland gar nicht erst reden muss, versteht sich von selbst.

Auch andere sichere Geldanlagen stehen zur Verfügung

Außerhalb der Staatsanleihen können auch Corporate Bonds, die Anleihen von Unternehmen, durchaus eine attraktive Geldanlage in Niedrigzinsphasen sein. Hier werden traditionell die Anleihen von Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche sehr hoch bewertet, aber auch die deutschen Autobauer, wie beispielsweise BMW und VW werden als solide Schuldner gehandelt.
Wirklichen Grund zur Freude an Niedrigzinsphasen haben somit nur Kreditnehmer. Dabei ist natürlich der Kauf eines Hauses ebenfalls eine Geldanlage, die bedenkenswert ist. Schließlich kann man sich jetzt günstige Zinssätze langfristig sichern.
Der reine Sparbuchbesitzer wird allerdings über die Situation kaum jubeln können. Fakt ist, dass nach einer Niedrigzinsphase mit Sicherheit eine Hochzinsphase folgen wird. Allerdings weiß niemand, wie lange solche Phasen dauern. Wer als Sparer sich nicht auf das Anleihengeschäft einlassen möchte, dem bleibt eigentlich nur das Festgeldkonto. Wie eingangs erwähnt, glänzen diese Konten nicht mit grandiosen Zinsen. Dass was Sie bieten, ist aber immerhin gesichert.

Sobald sich das Ende der Niedrigzinsphase andeutet, sollten Anleger für einen Zeitraum auf kleiner Flamme sparen und ihr Geld täglich verfügbar halten. Nach einem gewissen Anstieg kann man dann erneut über eine Anlage in Festgeld nachdenken.